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Bonushefte kostenfrei erstatten?


20.05.2010

Ärztliche Leistung weniger wert als ein Bonusheft

Zu den Unterschriften und Stempeln in den Bonusheften stehen die Ärztinnen/Ärzte mit unterschiedlicher Meinung dar.   Wer auf den Internetseiten der verschiedenen gesetzlichen Krankenkassen surft findet dort zahlreiche Prämien für die Mitglieder. Ob ein Zeitschriften-Abonnement oder ein ferngesteuerter Helicopter allerdings den Präventionsgedanken fördert, ist zu bezweifeln. Besonders interessant ist das Bonusheft verschiedener BKK. Hier wird aufgeführt, wieviel der Patient für die Maßnahme im Bonusheft in Euro erhält. Die Teilnahme an der gynäkologischen Vorsorgeuntersuchung und Berechnung des BMI werden hier mit mit 20-30EURO vergütet. Setzen wir hierzu im Vergleich die reine Krebsvorsorgeuntersuchung, welche in Nordrhein mit 17,85EURO vergütet wird, erhält der Patient für die Teilnahme am Bonusprogramm mehr Geld als die Ärztinnen/Ärzte für die Erbringung der Leistung.

Es ist also mehr Geld für Bindung des Patienten durch Prämien vorhanden als für die zu erbringende Leistung?

In Nordrhein haben bereits Praxen Stempel und Unterschrift in den Bonusheften nur gegen Entgelt entrichtet. Da es sowohl von den Krankenkassen und Patientinnen unterschiedliche Auffassungen gibt, haben wir bei der KVNo um eine Stellungnahme gebeten. Deren Auffassung nach sind Unterschriften und Stempel nicht unentgeltlich zu erbringen. Sie finden beide Texte im News/Download-Portal hinterlegt. Informieren Sie Ihre Pat.über die Bonushefte. Die Pateintin, die zu Ihnen vertrauen hat, wird gerne für die Unterschrift und Stempel Geld entrichten und den Sinn des Bonusheftes genauer betrachten.

Wir werden für unsere Leistungen immer mehr als Ausführende/Gehilfen der Krankenkassen genutzt. Wenn wir deren Wünsche in Zukunft immer weiter altruistisch erfülllen, werden wir sowohl für Ausbildung, Leistung und Verantwortung nicht entsprechend bezahlt als auch eine gute Betreuung unserer Patientinnen nicht weiter erbringen können.

PS: Wer noch Zeit findet sollte sich auch einmal die Wohlfühlprogramme verschiedener Krankenkassen(z.B.DAK) ansehen. Hier wird darauf hingewiesen, dass diese Programme nicht durch Beiträge finanziert werden. Wodurch denn dann?? Wir werden in Zukunft, gerade in Hinsicht auf die leeren Kassen, bei den Kassen nachfragen und Informationen weitergeben.

Dr.T.Resch

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